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Weil unsere Ernährung unseren Alltag bestimmt

Essen während eines Schubs – eine tägliche Herausforderung! Auch wenn CED keine Ernährungskrankheiten sind, bereitet die Ernährung doch bei jedem Schub und auch während der Remission Kopfzerbrechen.

«Essen Sie, was Sie vertragen!», «Essen Sie, was Sie verdauen können!» – das sind gängige Antworten auf die Frage «Was kann ich während eines Schubs essen?» Wir wissen, dass Nahrungsmittel einen Schub oder eine CED nicht verhindern, auslösen, verstärken oder heilen bzw. die Remission nicht begünstigen, aufrechterhalten oder verhindern können.

Das bedeutet, dass:

  • kein systematisches Verbot für bestimmte Nahrungsmittel verhängt werden kann,
  • kein Nahrungsmittel gänzlich aus dem Speiseplan ausgeschlossen werden muss,
  • keine bestimmte Diät oder Ernährungsweise beachtet werden muss.

 

 

Welche Rolle spielt die Ballaststofffreie Ernährung

Während eines Schubs gerät die Nahrung direkt mit den unterschiedlichen Abschnitten des Verdauungstrakts in Kontakt, d.h. auch mit entzündeten und/oder verletzten Stellen. Von allen Nährstoffen sind es aber nur die Ballaststoffe, die mit allen Abschnitten des Verdauungstrakts in Kontakt kommen. Deshalb kann ihr Konsum indirekt zu verstärkten Bauchschmerzen, mehr Flüssigkeit im Stuhl und einem erhöhten Volumen der Ausscheidungen führen. Leiden Sie unter flüssigem und/oder häufigem Durchfall, Winden, Blähungen oder Bauchschmerzen, kann es gar unabdingbar sein, die Zusammensetzung Ihrer Ernährung und die Art des Verzehrs anzupassen.

Eine ballaststoffärmere Ernährung kann während eines Schubs dabei helfen, diese Symptome abzuschwächen, weil dadurch solche Kontakte eingeschränkt werden.

Das Ziel eines Verzichts auf rohe, balaststoffreiche Nahrungsmittel oder Vollkornprodukte ist einzig, die entzündeten Stellen weniger zu reizen und so die Schmerzen während der Verdauung sowie die Produktion von Fäkalstoffen und die Flüssigkeit im Stuhl zu verringern. Eine ballaststoffarme Ernährung hat aber keinen direkten Einfluss auf den Entzündungsschub und kann die Entzündung auch nicht heilen oder verringern.

Wenn Sie sich beim Thema Ernährung unsicher fühlen, zögern Sie nicht, einen Ernährungsberater beizuziehen. Als Ernährungs- und Diätspezialist kann er Sie dabei unterstützen, dank speziell abgestimmter Menüs und Rezepte Ihre Ernährung auf Ihren Alltag während eines Schubs einzustellen, bestimmte Symptome wie Durchfall, Winde oder Schmerzen zu lindern, Ihr Gewicht zu halten und v.a. die Freude am Essen wiederzufinden.

Diese Regeln sollten Sie sich merken

  • Essen Sie während eines Schubs und in der Remissionsphase so abwechslungsreich wie möglich und bis Sie satt sind.
  • Passen Sie die Mengen immer Ihrem Appetit an.
  • Eingeteilt in mehrere kleinere Einheiten kann das Essen leichter verdaut werden. Dadurch ist die Verdauung weniger belastend und verursacht weniger Schmerzen.
  • Setzen Sie bei häufigem und/oder flüssigem Stuhlgang vermehrt auf Nahrungsmittel, die keine oder nur wenige Ballaststoffe enthalten.
  • Verringern Sie den Konsum roher Früchte und Gemüse sowie kohlensäurehaltiger Getränke, wenn Sie unter Winden und Magenrumoren leiden.

 

 

Ernährungsberatung per Telefon

Viele CED-Betroffene wünschen sich Informationen rund um die Ernährung. Durch die Beratung via Telefon mit der Dipl. Ernährungsberaterin Simone Widmer ist es Mitgliedern von Crohn Colitis Schweiz (SMCCV) möglich, sich gezielt zu Ernährungsthemen kompetent beraten zu lassen.

0800 79 00 79

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