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Julia Stirnimann

Amt: Jugendbeauftragte (18 - 30 J.)
Geburtsdatum: 04.11.1991 
Diagnose: Colitis Ulcerosa
Beruf: Aussendienstmitarbeiterin

Mein Name ist Julia Stirnimann, ich bin am 4.11.1991 in Luzern geboren und absolvierte eine Lehre als Bäcker-Konditorin.

Der Anfang meiner Krankheit geht zurück in meine Kindheit, ich hatte schon als Kind Beschwerden, die wurden aber vom Kinderarzt nicht ernst genommen. Als ich dann im Februar 2010 ein Medikament wegen meiner Akne zu mir nahm, löste dies den ersten Schub aus. Kurz darauf wurde mir von meinem Gastroenterologen die Diagnose Colitis ulcerosa gestellt. Ich nahm die Krankheit zu Beginn nicht richtig ernst, ich dachte, dass ich diese genau so rasant wieder loswerde, wie die Krankheit gekommen war. Leider war dies nicht der Fall und während meiner Ausbildungszeit wurde mein gesundheitlicher Zustand laufend schlechter, ich konnte jedoch die Lehre erfolgreich abschliessen.

Im Anschluss an den Lehrabschluss wechselte ich in den Verkauf und dachte, dass es dann besser gehen wird, was aber nicht der Fall war. Schlussendlich wurde mir die Stelle gekündigt, da ich öfters krank war und nicht bei der Arbeit erscheinen konnte. Ich hatte das grosse Glück, von der IV unterstützt zu werden, da ich unbedingt rasch wieder eine neue Tätigkeit übernehmen wollte. Die IV finanzierte mir eine Umschulung und ich besuchte die Handelsschule, welche ich im Sommer 2014 erfolgreich abgeschlossen habe. Im Anschluss an die Ausbildung wechselte ich in die Versicherungsbranche.

Ich habe auch dank dem Unispital Zürich meine Krankheit in den Griff bekommen, ich bekam nach langem Hin und Her diesen März ein Stoma und fühle mich damit wieder sehr gut. Mir war vorher nicht bewusst, wie schlecht es mir ging. Ich habe nun eine sehr schöne Lebensqualität zurückbekommen und geniesse ein fast beschwerdefreies Leben. Vor ca. fünf Jahren bin ich der SMCCV beigetreten und bin im Vorstand für die 18- bis 30-jährigen Mitglieder zuständig. Meine Motivation, dieses Ämtli zu übernehmen, ist hauptsächlich die Unterstützung von jungen Leuten, da ich selber erlebt habe, wie schwer es sein kann, ohne die nötige Unterstützung diese Zeit durchstehen zu müssen. Ich möchte dabei sicherstellen, dass die jungen Erwachsenen sich nicht alleine gelassen fühlen und sie sich jederzeit an mich wenden können.