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Bartolomeo Vinci

Amt: Kassier
Geburtsdatum: 26.4.1990 
Diagnose: Colitis ulcerosa, 1993
Beruf: Projektleiter Strassenbau

Mein Name ist Bartolomeo Vinci, ich bin am 26. April 1990 in Olten geboren. Nach den obligatorischen Schuljahren absolvierte ich eine Lehre als Bauzeichner und später berufsbegleitend das Studium zum Bautechniker.

Meine «gesundheitliche Karriere» fing bereits an, als ich drei Jahre alt war. Im Jahr 1993 war die Krankheit Colitis ulcerosa noch nicht so bekannt. Damals war es – wie auch heute noch – nicht üblich, dass ein Dreijähriger eine solche Krankheit bekommen kann. Durch viel Fingerspitzengefühl der damaligen Gastroenterologen und entsprechend vielen Medikamenten (unter anderem Cortison) konnte die Situation unter Kontrolle gebracht werden. Eine Kindheit mit einer solchen Krankheit war nicht einfach. Die Medikamenteneinnahme war einfach nur lästig und das Immunsuppressivum hat mich zusätzlich geschwächt. Die jährlichen Routinekontrollen und das Herumspielen mit den Dosierungen haben mich schon von klein auf begleitet. Hin und wieder meldete sich die Krankheit, aber gefürchtet habe ich mich als Kind (und auch als Erwachsener) nicht: Die fachmännische Unterstützung der Ärzte und die bedingungslose Liebe meiner Eltern haben dazu geführt, dass mir im Kindesalter die Angst vor einer solchen Krankheit genommen wurde.

Als Erwachsener geht es mir entsprechend gut. Ich bin seit Jahren in Remission und kann mich nicht daran erinnern, wann der letzte Schub war. Natürlich versuche ich diesen Zustand aufrechtzuhalten, indem ich durch meine italienische Gelassenheit möglichst unnötigem Stress aus dem Weg gehe. Nichtsdestotrotz gönne ich mir hin und wieder auch etwas, denn auch mit oder ohne Krankheit gilt «La vita è bella». Das Motorradfahren hilft mir zusätzlich, gewisse negative Gedanken zu vertreiben, etwas Stress abzubauen und während der Fahrt zu relaxen.

Ich bin seit Jahren Mitglied in der SMCCV und nun habe ich mich dazu entschieden, dem Vorstand beizutreten. Die bisherige Leistung des Vorstandes hat mich dazu motiviert, selbst aktiv zu werden und etwas beitragen zu können. Ich möchte durch meinen Einsatz etwas an die Betroffenen zurückgeben. Ich wünsche mir, dass in Zukunft ein gesunder Mensch die Lage eines Betroffenen verstehen kann und dass ein Betroffener auch mal seine «Maske» ablegen darf, ohne sich mit der Krankheit zu verstecken.