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Andrea C. Messora

Amt: Kinder- und Elternbeauftragte
Geburtsdatum: 27.07.1980
Diagnose: Morbus Crohn
Beruf: Lehrerin

Was der Chef sagt, das muss man befolgen! Das gilt auch im Vorstand der SMCCV.

Darum schreibe ich, Andrea Caroline Messora, diesen Steckbrief im Airbus A380 auf dem Weg in unsere Flitterwochen. Vor bald drei Monaten haben Urs und ich geheiratet und der Name Mülhaupt gehört seither der Vergangenheit an. Seit genau zehn Jahren bin ich Lehrerin an der Sekundarschule in Buchthalen in Schaffhausen. Die Arbeit mit den Kindern macht mir grossen Spass. Zudem kann man den Schülern viele Dinge auf den Lebensweg mitgeben, die über den obligatorischen Schulstoff hinausgehen. Durch meine Tätigkeit werde ich immer wieder aufgefordert, Dinge zu tun, die für CED-Betroffene nicht so angenehm sind. So zum Beispiel das vergangene Klassenlager in Churwalden mit Etagentoiletten, Etagenduschen und Jugendherbergenessen. Wenn ich solche Herausforderungen bewältigt habe, bin ich jeweils stolz.

Einen grossen Teil meiner Freizeit verbringe ich mit meinem Pferd. Das tut mir sehr gut. So kann ich abschalten und habe die Verantwortung für ein Lebewesen, für welches ich auch sorgen muss, wenn es mir nicht so gut geht oder wenn es regnet. Ohne die Mithilfe meiner Eltern könnte ich allerdings kein Pferd haben.

Ich bin nun 36 Jahre alt und lebe seit 20 Jahren mit Morbus Crohn. Mir geht es momentan – abgesehen von der Flugangst – sehr gut. Ich muss fast keine Medikamente mehr nehmen und kann alles essen.

Seit ebenfalls 10 Jahren bin ich im Vorstand der SMCCV, wo ich das Ressort Eltern/Kinder betreue. Die vielen positiven und wertschätzenden Rückmeldungen unserer Mitglieder motivieren mich, diese teilweise belastende Aufgabe wahrzunehmen. Belastend, weil ich oft mit Eltern zu tun habe, deren Kinder schon sehr früh erkrankt sind, und ich so viele traurige Geschichten höre.

Zudem schätze ich meine zuverlässigen und tollen Vorstandskollegen, die im Laufe der Zeit zu Freunden wurden.

Ich danke Adéla, die diesen Text für mich abtippen wird.

Weiter danke ich meinem Chef Bruno, dass der Redaktionsschluss in meinen Flitterwochen lag. Das Verfassen dieses Textes hat mich abgelenkt und meine Flugangst etwas verdrängt!