Wie bin ich versichert?

Die Schweiz kennt diverse Sozialversicherungen, die verschiedene Leistungen ausrichten. Wird die Erwerbstätigkeit aufgrund einer chronischen Krankheit eingeschränkt, sollte man sich früh über seine Rechten und Pflichten informieren.

Sozialversicherungen sind staatliche Pflichtversicherungen. Sie müssen sich also an den gesetzlich festgelegten Leistungskatalog halten. Wird sie defizitär, müssen Beiträge erhöht oder Leistungen abgebaut werden. Bei der IV ist dies für Betroffene leider immer wieder spürbar.

Privatversicherungen sind freiwillig. Man muss keine solche abschliessen. Die Versicherung ist aber auch nicht verpflichtet, bestimmte Risiken zu versichern.

Sozialhilfe kann jeder beanspruchen, wenn der Bedarf ausgewiesen ist. Jeder kann sich bei einer Sozialversicherung wie beispielsweise der IV anmelden, wenn er den Eindruck hat, dass ihm Leistungen zustehen. Die Versicherung klärt aber seriös ab, ob ein Leistungsanspruch besteht, indem sie Arztberichte verlangt, das Gespräch mit der betroffenen Person über die genauen Arbeitsumstände führt und im Zweifelsfall sogar eigene ärztliche oder berufliche Abklärungen trifft. Der Versicherte untersteht aber der Schadenminderungspflicht. So kann es sein, dass die IV den Patienten zu einer Operation drängt, in der Hoffnung, er wäre danach wieder arbeitsfähig.

Betroffene haben umso bessere Chancen auf eine Integration am Arbeitsplatz, je kürzer ihre Absenz dauert.

Das Rechtssystem erwartet von Menschen mit Einschränkung, dass sie alles in ihrer Macht Stehende unternehmen, um selber für ihren Lebensunterhalt zu sorgen.

Weitere Informationen bietet das Bundesamt für Sozialversicherungen: www.bsv.admin.ch