Sport

Manche CED-bedingten Umstände schränken die Sporttauglichkeit ein. Hingegen können CED-Patienten durch Sport viel an Lebensqualität gewinnen. Studienergebnisse deuten sogar darauf hin, dass die Krankheitsaktivität und der Medikamentenverbrauch sinken, wenn Patienten ein moderates Ausdauertraining absolvieren. Sport hat keinen negativen Einfluss auf die Krankheitsaktivität. Dazu lassen sich Ängste und Depressionen eindämmen und die Leistungsfähigkeit steigt. Darüber hinaus hilft körperliche Aktivität, einer Osteoporose vorzubeugen. Achten Sie aber unbedingt auf die Signale Ihres Körpers.

Für die Ausübung von Sport sind aber spezielle Punkte zu beachten:

  • Im mässigen bis schweren Schub sollte man dem Körper Zeit lassen, sich zu erholen.
  • Bei Osteoporose sollten Sportarten mit extremen Belastungen der Knochen vermieden werden.
  • Bewegungen können Gelenkschmerzen lindern. Gelenkbelastende Sportarten sollten aber möglichst weggelassen werden.
  • Bei Untergewicht oder Ernährungsmängeln kann ein reduziertes Training die Genesung unterstützen.
  • Unmittelbar nach einer Operation ist Sport tabu.
  • Bei Fisteln und Abszessen rund um den After sind Sportarten, die den Damm belasten (z.B. Fahrradfahren), ungeeignet.
  • Nehmen Sie bei Durchfällen genügend Flüssigkeiten und Mineralien zu sich, vor allem wenn Sie bei grosser Hitze Sport treiben.

Im Folgenden eine Auswahl an geeigneten Sportarten:

  • Ausdauersportarten: Laufsport, Radfahren, Schwimmen und Golf sind hier empfehlenswert.
  • Ballsportarten: Hierbei ist Badminton für den Schlagarm wesentlich schonender als Tennis oder Squash. Ausdauer, Wendigkeit, Sprung- und Schlagkraft werden dabei trainiert. Vor dem Spiel sind Dehnungsübungen zu empfehlen.
  • Beweglichkeit, Konzentration, Meditation: Bei CED ist es besonders wichtig, Körper und Seele in Einklang zu bringen. Yoga unterstützt Sie bei diesem Prozess. Sie können es in fast jeder Krankheitsphase ausüben.
  • Muskelaufbau: Bei Pilates werden vor allem die Muskeln des Beckenbodens sowie die Bauch- und Rückenmuskulatur gestärkt. Auch Stretching, Konzentrationsübungen und bewusste Atmung gehören zum Training. Ziel ist es, die Körperhaltung und -wahrnehmung zu verbessern. In akuten Krankheitsphasen, nach Operationen und mit einem Stoma ist Pilates nicht zu empfehlen, da die Bauchmuskeln stark beansprucht werden.
  • Tanzen: Dabei werden Ausdauer, Kraft, gute Koordinationsfähigkeit und Körperwahrnehmung gefördert. Gerade für Menschen mit einer chronischen Erkrankung kann Tanzen auch wichtig sein, um nicht in Isolation zu verfallen und am sozialen Leben teilzunehmen. Einzig bei Gelenkbeschwerden sollten Sie Sprungfiguren auslassen.
  • Naturerlebnis: Beim Wandern werden vor allem Ausdauer und Beinmuskulatur trainiert. Wenn Sie mit Stöcken unterwegs sind, werden die Gelenke geschont und die Arm- und Schultermuskulatur werden zusätzlich gekräftigt.