Schule, Beruf und Studium

Leider sind auch einige Kinder von CED betroffen, in vielen Fällen bricht die Krankheit bereits früh aus. Diese Kinder sind sehr stark belastet, nebst den üblichen Beschwerden wie Bauchkrämpfen, Durchfall und Müdigkeit fallen sie oft durch eine Wachstumsstörung auf. Gerade aber die Müdigkeit und Antriebslosigkeit ist für viele Kinder ein Problem, da sie dadurch häufiger in der Schule fehlen oder dem Unterricht nicht genügend folgen können. Das kann zur Folge haben, dass die Leistungen in der Schule nachlassen. Hinzu kommt die seelische Belastung durch das Unverständnis gewisser Mitschüler und Lehrpersonen. Ob man seinen Klassenkameraden von der Erkrankung erzählt, hängt davon ab, wie gut man in der Klasse integriert ist. Wichtig ist, dass man so gut wie möglich an Klassenaktivitäten teilnimmt, damit man nicht ausgeschlossen wird. Die Lehrpersonen sollten auf jeden Fall über die Krankheit Bescheid wissen. Vor allem in einem Schub ist es wichtig, dass die Lehrpersonen wissen, weshalb das Kind nicht so leistungsfähig ist. Bei der smccv können auch Broschüren angefordert werden, die speziell für Lehrpersonen geschrieben sind, um sie über Crohn und Colitis aufzuklären.

Einem Studium steht trotz CED eigentlich nichts im Weg. Allerdings ist zu beachten, dass man in Zeiten eines schweren Schubes weniger leistungsstark ist als sonst. Eventuell empfiehlt es sich, das Studium etwas in die Länge zu ziehen.

Nun ist es so weit und man hat die Traumstelle gefunden. Das Bewerbungsgespräch steht an. Was erzähle ich meinem Vorgesetzten? Grundsätzlich ist man nicht verpflichtet, am Gespräch etwas von seiner Krankheit zu erwähnen. Dies ist aber natürlich abhängig von Beruf. Ist man in einem Schub im Beruf extrem eingeschränkt (z.B. wenn man draussen arbeitet oder sehr viel mit Kunden zu tun hat und nicht jederzeit auf die Toilette gehen kann), empfiehlt es sich aber, frühzeitig das Gespräch mit dem Vorgesetzten zu suchen. Viele Arbeitgeber haben Verständnis dafür. In der Remission ist man ja meistens ebenso leistungsfähig wie seine Arbeitskollegen.